Pasten – Eine schmierige Angelegenheit

Pasten – Eine schmierige Angelegenheit

Vielen ist das Problem bekannt, dass zum Beispiel Edelstahlschrauben zum „Fressen“ neigen. Wodurch die Fressstellen am Gewinde der Schraube entstehen und wie Sie dem verbeugen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wirksamer Schutz gegen das Fressen und Kontaktkorrosion

Durch die hohen Flächenpressung bei niedriger Gleitgeschwindigkeit beim Anzug der Schraube steigt die Reibungskraft beim Kontakt der Oberfläche so stark, dass die Oberflächen beschädigt werden (=Fressen). Durch das weiche Material sind Edelstahlschrauber empfindlicher als normale Stähle.

Abhilfe schafft hier das Schmieren mit einer geeigneten Paste, die Metalloxide oder Klaziumoxide als Festschmierstoff enthält. Pasten unterscheiden sich von Fetten durch einen höheren Anteil an Festschmierstoffen. Als Festschmierstoffe werden dabei vor allem MoS2, Graphit, Kupfer und weiße Festschmierstoffe in verschiedenen Kombinationen, Edelstahlpulver und Gemische aus diesen eingesetzt. Jeder Festschmierstoff besitzt seine spezifische Stärke, die dann zum optimalen Ergebnis führt. MoS2 zeichnet sich dabei durch einen abnehmenden und niedrigen Reibungskoeffizienten bei steigendem Druck aus. Graphit und Kupfer beweisen sich hingegen mit ihrer guten Temperaturbeständigkeit. Als weiße und lebensmittelverträgliche Alternative, sowie zur Schmierung von Kunststoffen bietet sich PTFE an.

Wann kommen Pasten zum Einsatz?

Pasten werden generell bei hohen Belastungen und gleichzeitig geringer Gleitgeschwindigkeiten oder bei oszillierenden Bewegungen verwendet. Dazu zählen Steck-, Schraub- und Bajonettverbindungen aus hochlegierten Stählen und Nichteisenmetallen. Sie kommen auch zur Oberflächentrennung temperaturbeanspruchter Gewindeverbindungen an Verbrennungsmotoren und Turbinen oder auch als Korrosionsschutz an Schrauben, Stiften, Flanschen, Spindeln und Passungen zum Einsatz.

Sie werden als Montage- und Mehrbereichspasten hauptsächlich für Schraubverbindungen sowie das Einpressen von Stiften und Bolzen, Zahnrädern, Gelenken und Gleitlagerungen verwendet. Bei der Schmierung von Spannfuttern werden Pasten zur Langzeitschmierung eingesetzt.

Wie ist die Beschaffenheit und Verwendung von Pasten?

Pasten sind in der Regel streichfest und ermöglichen selbst unter extremen Temperatur- und Druckbedingungen eine hervorragende Trenn- und Schmierwirkung.

Die Pastenschmierung ist eine Dünnflimschmierung, deshalb werden sie immer dünn auf die gereinigte Oberfläche aufgetragen. Das Einarbeiten der Festschmierstoffe in die Oberfläche mittels Lappen, Leder oder Pinsel verbessert die Haftung, wodurch der Festschmierstoff danach sofort verschleißschützend wirksam ist. Um besten Schutz gegen Passungsrost (Tribokorrosion) zu gewährleisten, werden beide Passteile mit der Paste behandelt.

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